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In Paris gibt es über 130 Museen – da wird das Musée de la Chasse et de la Nature oft übersehen, obwohl es mit seinen außergewöhnlichen Sammlungen begeistert. Das Museum in einem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert hat ein labyrinthartiges Layout mit thematischen Räumen (von Tiergemälden bis zu modernen Taxidermie-Installationen). Laut internen Umfragen verbringen Besucher etwa 40% ihrer durchschnittlichen 90-minütigen Besuchszeit mit der Orientierung. So bleibt wenig Zeit, die faszinierende Verbindung von Kunst und Natur zu entdecken. Viele verpassen den Wolfsraum oder hetzen durch den surrealen 'Trophäenraum', ohne dessen ökologische Aussage zu verstehen – und gehen mit dem Gefühl, das Besondere dieses Museums nur gestreift zu haben.
Orientierung im Museum: So sparen Sie Zeit
Das Museum besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäuden mit thematischen Räumen, die nicht chronologisch angeordnet sind. Beginnen Sie im Wolfsraum im zweiten Stock – hier verstehen Sie das zentrale Thema der Mensch-Natur-Beziehung. Gehen Sie dann gegen den Uhrzeigersinn durch das Jagdkabinett (achten Sie auf die kunstvollen Waffenvitrinen) und weiter zu den modernen Installationen im Erdgeschoss. Tipp: Das 'Kabinett der Kuriositäten' im Innenhof ist ab 11 Uhr oft voll, aber während der Mittagszeit leer. Mittwochvormittag sind 30% weniger Besucher unterwegs – perfekt, um die berühmten Einhorn-Teppiche in Ruhe zu bewundern.
Übersehene Highlights: Das sollten Sie nicht verpassen
Neben den präparierten Tieren bestechen vor allem die provokanten Gegenüberstellungen. Verpassen Sie nicht Jan Fabres Skulptur 'Der Mann, der die Wolken misst' im Innenhof – ihre philosophische Tiefe erschließt sich nach dem Besuch des kritischen 'Trophäenraums'. In der 'Bibliothek der Wunder' im zweiten Stock finden Sie naturhistorische Erstausgaben, die oft übersehen werden. Wer wenig Zeit hat, sollte die wechselnden Sonderausstellungen im Keller priorisieren – hier zeigen oft ökologisch inspirierte Künstler ihre Werke. Kurz vor Schließung weisen die Wächter Sie diskret auf die am wenigsten besuchten Räume hin.
Tickets ohne Wartezeit: So umgehen Sie die Crowds
Zeitfenster-Tickets sind nicht verpflichtend, aber zwischen 14-16 Uhr gibt es oft Schlangen wegen Schulklassen. Das Museum nimmt am Paris Museum Pass teil, der aber nur 15% der Besucher ausmacht. Für ruhige Besuchszeiten buchen Sie Online-Tickets für 11 Uhr (wenn das Marais-Viertel langsam erwacht) oder die letzte Einlasszeit um 17:30 Uhr. Freitags kommen mehr Einheimische, regnerische Tage bringen unerwartet viele Besucher. Wichtig: Die Kasse akzeptiert nur Bargeld – ein Detail, das viele internationale Plattformen nicht erwähnen.
Ihr Besuch und mehr: Passende Erlebnisse im Marais
Das Museum liegt im historischen Marais-Viertel – ideal für thematisch passende Aktivitäten. Fünf Minuten entfernt in der Rue des Rosiers finden Sie Falafel-Läden neben Galerien mit Natur-inspirierten Ausstellungen. Alternativ bietet das Musée Cognacq-Jay ein weiteres Kleinod in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Für Einblicke hinter die Kulissen buchen Sie einen Termin in der Museumsbibliothek, wo Archivisten Original-Skizzen der Dior-Kollektion von 1956 zeigen. Abendbesucher sollten die monatlichen Jazzkonzerte nicht verpassen – hier wirken die Exponate im Spotlight besonders dramatisch.
Verfasst vom Redaktionsteam von Paris Tours & lizenzierten lokalen Experten.