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- Art-Deko-Architektur in Paris...
Während Millionen zum Eiffelturm und Louvre strömen, versteckt Paris einen Schatz an Art-Deko-Architektur, den die meisten Besucher übersehen. Über 80% der Touristen verpassen diese Meisterwerke, gefangen in Schlangen an den Hauptattraktionen. Dabei liegen diese verborgenen Juwelen oft nur wenige Blocks entfernt – wenn man weiß, wo man suchen muss. Versteckte Innenhöfe, vergessene Fassaden und prächtige Lobbys erzählen von der Glamour-Ära der 1920er Jahre und bieten authentische Begegnungen mit der Geschichte abseits der Massen. Dieser Guide zeigt Ihnen das Art-Deko-Paris, das die Locals lieben.
Warum die schönsten Art-Deko-Bauten oft übersehen werden
Das Problem beginnt mit veralteten Reiseführern, die nur Ikonen wie den Palais de Tokyo erwähnen, während Wohnjuwelen im 16. Arrondissement ignoriert werden. Viele Art-Deko-Gebäude fügen sich perfekt ins Pariser Straßenbild ein – ihre geometrischen Muster und stilisierten Motive bleiben unentdeckt, wenn man nicht gezielt hinschaut. Hinzu kommt, dass diese Architekturschätze oft hinter unscheinbaren Türen oder in privaten Bereichen liegen, die Besucher scheuen. Im Gegensatz zu Monumenten zeigt sich Art Deco im Detail: Aufzugsgitter, Türklinken und Treppenhäuser, die Massentouristen übersehen. Einheimische hüten diese Orte, um ihre Ruhe zu bewahren.
Paris' Art-Deko-Schätze wie ein Architekt entdecken
Echte Art-Deko-Entdeckungen erfordern Kenntnis von Paris' Stadterweiterung der 1920er. Starten Sie im Goldenen Dreieck (Avenue Montaigne bis Champs-Élysées), wo Banken und Modehäuser extravagante Fassaden in Auftrag gaben. Im 15. Arrondissement finden Sie Arbeiterwohnungen mit Deco-Elementen, während Passy aristokratische Appartements mit originalem Interieur birgt. Achten Sie auf Chevron-Muster, Sonnenstrahl-Motive und maritime Geländer – typisch für den Maschinenzeitalter-Stil. Für eigene Touren lohnen sich Eingänge wie 3 rue du Laos oder 29 rue du Faubourg Saint-Honoré, wo Besichtigung geduldet wird. Morgens fotografiert man die geometrische Fassade der 26 rue Vavin am besten ohne Menschenmassen.
Drei unbekannte Art-Deko-Interieurs mit freiem Zugang
Neben Fassaden gibt es zugängliche Innenräume mit originaler Pracht. Das Musée des Années Trente in Boulogne-Billancourt zeigt Möbel der Epoche ohne Warteschlangen. Im Thèâtre des Champs-Élysées kann man die Lobby mit Basreliefs an der Kasse besichtigen. Überraschend: Das renovierte Piscine Molitor (jetzt Hotel) erlaubt Lobby-Besuche, um die originalen Fliesen und Sprungbretter zu bewundern. Diese Orte verlangen keine Eintrittskarten, nur Kenntnis ihrer Besuchszeiten. Unter der Woche nachmittags hat man sie oft fast für sich allein – perfekt, um Materialien wie Makassar-Ebenholz zu studieren.
Lohnt sich eine geführte Tour zu exklusiven Art-Deko-Orten?
Manche Schätze bleiben ohne Führung verschlossen. Der spektakuläre Saal von Radio France oder Privatclubs wie der Automobile Club de France rechtfertigen die Tour-Kosten für ihre unrenovierten Interieurs. Experten erschließen Gebäude wie das Hôtel Particulier an der Avenue Foch und erklären, wie ägyptische Motive nach Tutanchamuns Entdeckung nach Paris kamen. Für Enthusiasten organisieren Boutique-Anbieter Zugang zu originalen 1920er-Appartements – die einzige Chance, Lalique-Glas oder Eileen-Gray-Möbel in situ zu sehen. Diese Touren werden zur Zeitreise, wenn Führer die Symbolik in Intarsien und Leuchten entschlüsseln.
Verfasst vom Redaktionsteam von Paris Tours & lizenzierten lokalen Experten.